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Il Castello - Cassacco
Die Höhenlage des Schlosses, entlang der alten Hauptstrasse,
welche über die Alpen führte, hat ab dem
Spätalter und durch die Jahrzente hindurch zur Erbauung einer
Festung begünstigt.
Das heutige Schloss ist auf die Hälfte des 15. Jahrhunderts
zurückzuführen und wurde um das Südtor herum ausgebaut.
Im Verlaufe des 13. und 14. Jahrhunderts war das Schloss Eigentum
der Legio, der della Torre, der Savorgnan della Bandiera und zuletzt,
ab 1466, Eigentum der Montegnacco, welche noch im gleichen Jahre
die Kapelle der Heiligen Jungfrau erbauten ;letztere wurde in der
ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erweitert.
Der Gebäudekomplex besteht aus zwei viereckigen Türmen;
die einst mit Zinnen versehenen Türmen säumen den heutigen
Kern des Gebäudes, an welchem Bauten aus vergangenen Epochen
lehnen. Die Schlossmauern mit den Steinresten, die den Laufgraben
der Streife stützten, sind heute noch in gutem Zustand. Der
älteste Teil ist sehr wahrscheinlich auf das Spätmittelalter
zurückzuführen und ist in den Fundamenten des Südturmes
ersichtlich.
Im Schloss befinden sich Gedenktafeln aus der Römerzeit; diese
wurden während des 16. Jahrhunderts von Aquileia nach Cassacco
überführt.
Die Legende erzählt von einem unterirdischen Gang, begehbar
mittels 40 Stufen, zwischen dem Schloss von Cassacco und der Burg
von Tricesimo. Die Burg war über mehr als ein Jahrhundert im
Besitze der Familie Montegnacco.
Das Schloss von Cassacco ist heute Privateigentum und wird periodisch
für verschiedene Anlässe und zur Besichtigung auf Vereinbarung
hin, dem Publikum zur Verfügung gestellt.
VILLA
GALLICI-DECIANI - Montegnacco
Die Villa wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts durch Giovanfrancesco
Gallici hergestellt. Die beindruckende Villa war über zwei
Jahrzehnte lang Landeswohnsitz eines reichen bergamaskischen Geschlechts,
welches sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im
Friaul niederliess.
Die Familie Gallici hatte vorerst in Udine einen Stoffhandel und
gründete im Nachhinein eine Druckerei, welche der Familie grosses
Glück brachte, da sie die Verordnungen und Rechte der Magistratur
von Udine druckte.
Die Erbschaft der verschwägerten Familie Moretti-Pisoni ermöglichte
den Gallici's den Baubeginn der Villa von Montegnacco und die Verschönerung
des Palastes in Via Savorgnan in Udine.
Der Hergang zur Villa führt über eine kleine Strasse hin,
inmitten von leichten Hängen und offenen Kurven, zu einem schmiedeisernen
Portal übersehen mit dem Familienwappen.
Gegenüber der Fassadenfront öffnet sich dem Zuschauer
der Anblick der grünen Landschaft; zwei grosse Statuen kennzeichnen
die schmale Allee zur Kapelle von San Giusto.
Die Drillingsfenster mit den Steindekorationen, das zentrale Giebelfeld
und die Pyramiden, welche die Konstruktion erhöhen und schlänker
erscheinen lassen, vervielfältigen die vertikalen Linien und
verleihen dem gesamten Bauelement einen harmonischen Eindruck. Der
Kern des zentralen Teiles ist seit kurzem von den Eigentümern
renoviert worden.
Der zentrale Salon, durch Stukkaturen und einem vertwollen Balkon
verschönert, dient zeremoniellen Anlässen und ist über
eine grosse Steintreppe, getrennt von zwei Steigenrampen mit grossen
Statuen versehen, zu erreichen.
DIE LÄNDLICHEN DÖRFER
Das eindrucksvollste Dorf ist mit Sicherheit das Dorf Miotti
in der Ortschaft Conoglano. Der Name stammt von seinen Einwohner,
die Familie Miotti, welche über Jahrhunderte hinweg hier ihren
Wohnsitz hatte und zur Realisierung des architektonischen Komplexes
dazubetrug. Bewundernswert sind die historischen und artistischen
Werke; die Holzbrüstungen, die hohen Acker- und Viehschuppen,
die verschiedenartigen Fenster sowie der Brunnen inmitten des Dorfes.
Das Dorf liegt unterhalb des Hügels, auf welchem einst die
aus dem 13. Jahrhundert stammende Kapelle der Heiligen Filippo und
Giacomo stand ;das Dorf war nur über zwei Einfahrtstoren zu
erreichen.
Ein ländliches Mikrosystem, in welchem 10 Häuser, die
Ställe, die Heuschuppen und die offenen Höfe zu den Täler
der Soima und Cormòr hin, zusammenlebten.
Häufig erblickt man mit heiligen Fresken beschmückte Wohnstätten;
die kleine Fraktion hat über Jahrhunderte hinweg ihr städtebäuliches
Gewebe zusammengehalten und der Beweis dafür ist der streng
religiöse Alltag der Bauern, verbunden mit seinen gegebeneren
Rythmen der Jahreszeiten und deren Landarbeiten.
Von den Hügeln Conoglano's hinweg, mit seinen Bauten der Dörfer
Menut, Balutti und Fari, erblickt man eine unglaublich unberührte
Landschaft, charakterisiert durch grosse Acker und Pflüge,
bis zur Ortschaft Ara hin.
(continua...)
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